War Thunder vs World of Tanks: Teil 2

wtvswotIm Zweiten Teil der Serie möchte ich mich mit den Spielgrundlagen und dem allgemeinen Spielumfang auseinandersetzen. Da mir das Thema etwas explodiert ist, behandelt dieser Beitrag zunächst nur World of Tanks. Einen entsprechenden Beitrag zu War Thunder werde ich demnächst hier veröffentlichen.

World of Tanks – der Straightshooter
Kein Bullshit, keine langen Reden. Bei World of Tanks sind die Verhältnisse klar. Der Hangar ist das Hauptmenü und man hat so ziemlich alles auf einen Blick. Die Panzer, freien Slots und Ausrüstung sind unten, an den Seiten sind die technischen Daten, Zugang zur Forschung und der Status der Mannschaft. Server wechseln? Geht klar, aber nur in der Region, deren Client man installiert hat. Freunde in Russland und in der EU? Da muss man sich halt entscheiden. Entweder man spielt auf den russischen Servern mit nem russischen Account mit den russischen Freunden oder eben mit nem europäischen Client auf den europäischen Servern mit den europäischen Freunden. Besonders ärgerlich: Mit dem EU-Client kann man keinen RU-Account nützen. Man muss dann also bei NULL anfangen – es seidem man kauft sich halt alles für echtes Geld mal flugs zusammen. Trotzdem muss man alles zweimal machen wenn man auf zwei Servern spielen will.

Hauptmenü von World of Tanks

Hauptmenü von World of Tanks. Alles ist auf einen Blick ersichtlich und erreichbar

Oben rechts sind außerdem die aktuellen Kontostände festgehalten und der Zugang zum PREMIUMSUPERSHOP. Die Währungen sind Echtgeld (= Gold), Spielgeld (Silber) und freie Erfahrung (Sterne). Die Forschung funktioniert so, dass man erst per gebundenen Sternen, die man sich auf dem jeweiligen Fahrzeug durch Spielen verdient, neue Komponenten freischaltet und sie dann mit Silber kauft. Hat man nicht genügend Erfahrung auf einem Fahrzeug, kann man freie Sterne  dazunehmen oder sich neue Sterne dazukaufen – für harte Euro. Die kann man dann aus den Sternen anderer Fahrzeuge konvertieren.

Spielmodi – einfach, straightforward, unkompliziert

Alle Spielmodi aufgeklappt. Mehr dazu auch hier: http://worldoftanks.eu/de/content/guide/newcomers-guide/game-modes/

Alle Spielmodi aufgeklappt. Mehr dazu auch hier

Eigentlich gibt es 3-4 Spielmodi bei World of Tanks, aber bis man Stufe VI oder VII erreicht hat, sind nur zufällige Kämpfe verfügbar. Neuerdings kann man auch höherstufige Panzer mieten um an den anderen Spielmodi teilzunehmen, aber die Erfahrung bleibt dann auf diesen Panzern kleben und außerdem hat man Spielgeld verloren und sitzt dann in ner Maschine, die man nicht kennt. Der Otto Normalspieler spielt also nur Zufallsgefechte. Und diese laufen immer gleich ab: Jedes Team besteht aus 7 oder 15 Spielern und hat eine Basis an einem Ende der Map. Jedes Team versucht die gegnerische Basis durch das Fahren in einen Capturekreis einzunehmen, jedoch ist es weitaus häufiger dass einfach ein Team komplett von der Karte gepustet wird. Geht halt schneller. Manchmal gibt es auch den Sturm-Modus. Da hat nur ein Team eine Flagge und das andere Team greift von zwei Spawnpunkten aus an. Oder eben ein Aufeinandertreffen. In dieser Variante hat keiner eine Basis und beide müssen so schnell wie möglich den Punkt mit der Flagge einnehmen. Meistens werden aber auch hier einfach alle anderen Spieler weggeballert. Geht halt schneller. Neben diesen Gefechten gibt es auch noch einen Trainingsmodus, für den man keine Punkte bekommt, und ein Anfängertutorial, für das man einmalig ein paar Talerchen und Sterne bekommt.

Masse mit Klasse – Einheitentypen und Forschungssystem
Die Panzertypen in World of Tanks sind in fünf Gruppen eingeteilt:

  1. Leichte Panzer. Häufig sind das schnelle, leicht gepanzerte Einheiten, mit tendenziell größerer Sichtweite und geringer Bewaffnung
  2. Mittlere Panzer. Häufig langsamer als leichte, aber schneller als schwere Panzer, mit besserer Bewaffnung und Panzerung.
  3. Schwere Panzer. Häufig schwer gepanzert, mit schwerer Bewaffnung und geringer Mobilität und Sichtweite.
  4. PT-SAU/Panzerjäger – Mobile Panzerabwehrkanonen auf einem Panzerchassis aufgepflanzt. Nicht besonders wendig und oft nicht besonders gut gepanzert, aber mit einer starken Kanone versehen. „Sniperklasse“. Haben meist keinen schwenkbaren Turm.
  5. SAU/SFL – Selbstfahrlafetten. Mobile Artillerie oder kurz: Arta. Gigantische Reichweite, starke, meist langsame und ungenaue Kanonen. Sind schlecht oder sehr schlecht gepanzert und sind von den Aufklärungseinheiten abhängig um Ziele unter Feuer nehmen zu können. Arta ist in bester Countrstriketradition auch die kontroverseste Klasse des Spiels.

Alle Klassen des Spiels sind auch hier noch einmal einzeln aufgeführt und erklärt.

In World of Tanks gibt es mit derzeit in etwa 300 Panzer verteilt auf 7 Nationen und je 10 Stufen plus einige Premiumkaufpanzer – Tendenz: Steigend!
Freigeschalten werden sie – bis auf die Premiumpanzer – durch das Investieren von Sternen, die man im Kampf durch Aktionen erhält und anschließend per Kauf durch eine gewisse Summe an Spielgeld. Erreicht wird das indem man in der Fahrzeugforschung bestimmte Schlüsselkomponenten freischaltet, die wiederum den nächsthöheren Panzer im Forschungsbaum freischaltbar und kaufbar machen.

Die Werte, die man sich per Mouseover geben lassen kann, sind übrigens die Werte, die erreicht werden wenn eine Mannschaft 100% Erfahrung auf einem Panzer erreicht hat. Legt man sich die Mannschaft kostenlos zu, hat sie aber idR nur 50% Erfahrung mit dem Fahrzeug. D.h. die Werte des Panzers sind nur halb so gut wie angezeigt. Man kann sich für 20.000 Silbertaler jeweils 70% Erfahrung für die Mannschaft kaufen oder für X Euro 100%. Ansonsten muss man laaaaangsam die Erfahrung hochspielen, denn die steigt natürlich auch mit jedem Gefecht minimal mit. Hat ein Mannschaftsmitglied 100% erreicht kann man sogar Bonusfertigkeiten trainieren lassen, von denen das Fahrzeug oder die Mannschaft weiterhin profitiert. Beispiele wären etwa eine Verbesserung des Tarnwertes, Erhöhung der Sichtreichweite, ein Alarm wenn man von feindlichen Einheiten aufgedeckt wird oder +X% auf die Fähigkeiten der restlichen Mannschaft.
Alle dieser sogenannten Perks sind auch hier noch einmal genauer beschrieben.

Blick auf die untere Hälfte des sowjetischen Forschungsbaumes.

Blick auf die untere Hälfte des sowjetischen Forschungsbaumes.

Fahrzeugforschung: Nach und nach können für Sterne neue Komponenten freigeschalten und anschließend für Spielgeld gekauft und eingebaut werden um den Panzer zu verbessern und/oder die nächste Stufe erforschbar zu machen

Fahrzeugforschung: Nach und nach können für Sterne neue Komponenten freigeschalten und anschließend für Spielgeld gekauft und eingebaut werden um den Panzer zu verbessern und/oder die nächste Stufe erforschbar zu machen

Drumherum/Community
Was bei World of Tanks sehr positiv auffällt ist die große, aktive Community, die das Spiel sehr wettbewerbsorientiert spielt. World of Tanks liefert dafür alle Voraussetzungen von Haus aus mit: Es gibt Statistiken ohne Ende. Mehr als im amerikanischen Profisport. Jeder Spieler hat ein Profil und kann sich auch direkt auf der Seite mit den Statistiken anderer Spieler vergleichen lassen. Es gibt eigene, wettbewersorientierte Spielmodi für Clans und dementsprechend gibt es auch aus der Community viele Tools und Tutorials, mit deren Hilfe man seine Spielweise optimieren kann. Ein Beispiel ist die Seite tanks.gg, auf denen es u.a. frei drehbare Panzerungsmodelle in 3D von jedem Panzerfahrzeug im Spiel gibt und das genau ausgibt wie wahrscheinlich ein Durchschlag /Abpraller ist und wie dick genau die Panzerung des Fahrzeuges durch Anwinkeln des Fahrzeugs wird. Das ist ein wichtiger Faktor in World of Tanks, denn je nach Neigung und Winkel kann man die eigene Panzerung wesentlich effizienter machen, da durch die Kräfte der Ballistik und Physik bei steilen Winkeln Abpraller sehr viel wahrscheinlicher werden und durch die Neigung zudem die Panzerung besser wirkt. Als Beispiel einfach mal noch ein paar Videos:


Trinitank ist einer der Spieler, die in ihren Videos ausführlich die verschiedenen Panzermodelle in und außerhalb des Spiels beschreibt. Anhand von Replay-Analysen erläutert er im Detail seine Tipps. Auch das ist durchaus gängige Praxis in der Community.


MightyJingles ist ein sehr bekannter westlicher Spieler, der ebenfalls Replays analysiert und Taktiken diskutiert. In diesem Fall geht es um die Arta, warum sie so unbeliebt ist und wie man sie richtig spielt.

Einen zahlenmäßigen Eindruck über die Kerncommunity von World of Tanks erhält man beispielsweise über das Abrufen des Serverstatus oder durch die Angabe der Accounts in den offiziellen Foren. Denn jeder Account ist gleichzeitig auch der Forenaccount. Zumindest in der EU, vor allem in der russischen Welt aber natürlich, sind quasi jederzeit mehrere Zehntausende Spieler aktiv. An Usern mangelt es also vorerst nicht, was sicher auch der spürbaren Werbekampagne geschuldet ist.

Für War Thunder gibt es so genaue Aufschlüsselungen allem Anschein nach nicht. Im Hauptmenü wird lediglich die Gesamtzahl der gerade aktiven Spieler angegeben. Das waren eben gerade etwa 55.000 Spieler in der ganzen War Thunder-Sphäre. Zum Vergleich: Auf dem EU 1-Cluster von World of Tanks waren vorhin allein 66.000 Spieler online.

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